Youtube-Thumbnails schnell selbst basteln und Zeit sparen

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Immer wieder betone ich die Wichtigkeit für selbstbestimmte Vorschaubilder für Videos. Selbstbestimmt heisst, dass man es nicht Youtube, Facebook oder Vimeo überlässt, die Vorschaubilder für Videos zu bestimmen, sondern eigene kreiert. Nun haben die meisten meiner Kunden zwar Photoshop, aber bis sich ein Nicht-Designer durch alle Einstellungen gekämpft hat, ist der halbe Tag um.

Deshalb braucht es eine einfache Lösung. Die heist für mich canva.com. Sie eignet sich generell für Social-Media-Multimedia (was für ein Wort!).

Dazu mein Video (auf Englisch für meine englisch sprechenden Kursteilnehmer):

Was ein Firmenvideo mit Zielen, Identität und Vision zu tun hat

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Einen drögen 6-Minuten-Clip mit Liftmusik und austauschbarem Sprecher, den sich nur Leute anschauten, die eingesperrt in einem Raum auf das Vorstellungsgespräch warten oder eine Betriebsführung besuchen: Das geht nicht mehr in Zeiten, in denen der Kampf um Aufmerksamkeit und einen Platz im Kopf von potenziellen Kunden oder Mitarbeitern hart erkämpft werden muss.

Diesen Bericht auf Schweizerdeutsch anhören:


Vorbei sind auch die Zeiten, in denen eine Videoproduktionsfirma als operativer Dienstleister verstanden wurde. Der Produzent muss in die Strategie eingeweiht werden. Der Produzent muss die Organisation verstehen, muss ihre Intentionen berücksichtigen, muss die Werte, die Vision, die Leitlinien und vor allem die Organisationsziele verinnerlichen. Nur dann kann er die Identität einer Firma in ein Video verweben.

Deshalb ist die erste und wichtigste Frage des Produzenten an seine Kunden:

Warum möchten Sie dieses Video machen?“

Diese Frage muss beantwortet sein, bevor man in die Details geht. Viele haben sich diese Frage noch nie gestellt und wissen deshalb nicht, welche Qualitätsanforderungen, welche Form, welchen Aufwand oder welche Publikationsmöglichkeiten das Video hat.

Es wird ein völlig anderes Video wenn die Antwort lautet:

  • „Wir möchten zeigen, welches Potential unsere Mitarbeiter haben.“
  • oder: „Wir wollen unserer Firma ein Gesicht geben.“
  • oder: „Wir machen ein Video, weil unsere Kunden immer die gleichen Fragen stellen und wir wollen diese beantworten.“
  • oder: „Wir möchten unsere Firmenkultur nach aussen tragen.“

Deshalb lautet mein Apell:

Firmenvideos, Imagefilme oder Recruiting-Videos sollten als strategische Werkzeuge verstanden werden. Der Videoproduzent hat die Verantwortung für die erfolgreiche Kommunikation.

Die Fragen dazu lauten:

  • „Warum möchten Sie ein Video machen?“
  • „Wie lautet der Aussagewunsch?“
  • „Für welche Zielgruppe ist das Video bestimmt?“

Danach geht es in die Details, danach muss der Videoproduzent Vorschläge machen, Möglichkeiten und Grenzen aufzeigen und danach kann offeriert werden. Deshalb ist bei mir bei jedem Projekt die Beratung ein wesentlicher Erfolgsfaktor.

 

Recruiting-Videos als HR-Instrument

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Die BILANZ (http://bit.ly/2aASUBc) hat eine neue Studie (von Jörg Buckmann) vorgestellt zum Online Recruiting.

Daraus ein Zitat:
„Die vorbildlicheren Firmen preisen sich hingegen mit aufwendigen Videos an. Und noch wichtiger: Sie zeigen Interessierten, wie das Arbeitsumfeld aussieht.“

Unten mein Beispiel, das ich für Diction AG gemacht habe. Das Recruiting-Video bringt die Firmenkultur und das Arbeitsklima auf den Punkt. Es ist für nichts glaubhafter, als wenn direkt betroffene Mitarbeiter erzählen:

Hier ist der Link zur Job-Seite von Diction AG, auf der das Video eingebunden ist.

Doch was unterscheidet Recruiting-Videos von sonstigen Image-Videos?

  • Sie dürfen subjektiver sein, da die Mitarbeiter ihren Standpunkt darlegen
  • Sie dürfen länger sein, da Bewerber bereit sind, mehr Zeit auf der Webseite des potenziellen Arbeitgebers zu verbringen
  • Ihr primärer Auftrag ist das darstellen des Arbeitsumfeldes aus der Sicht eines Mitarbeitenden. Geschrieben ist schnell etwas, es in eine Kamera zu sagen muss wirklich so gemeint sein (mindestens bei nicht geübten Sprechern wie in diesem Fall).

Deshalb haben wir für dieses Video mindestens eine Stunde Interviewzeit einberechnet und die Mitarbeiter haben sich nicht vorbereitet. Niemand von ihnen wusste, was kommen würde. Es war in meiner Verantwortung, die Antworten zu bekommen, die „videoreif“ sind. Es ist klar, dass dabei die Firmenkultur wirklich gut sein muss, um ein entsprechend glaubhaftes Resultat zu bekommen.

Tutorials für Agroscope

Liebefeld-Kulturen Magermilch frisch_Graded

Rezepte schaue ich nur auf Youtube, die meisten Gebrauchsanweisungen, Reparaturen, Bauanleitungen ebenfalls. Und nicht zu vergessen: Alle Computerprogramme habe ich so gelernt. Toll, wenn ich das auch für andere machen darf. In diesem Beispiel für Agroscope:

Die Schwierigkeit lag in der Genauigkeit der Abläufe und Prozesse. Alles musste perfekt stimmen.

Für die englische Version durfte ich mit dem Sprecher Michael Morris zusammenarbeiten und für die französische Version mit Olivier Vuille. CI/CD war vorgegeben, alles weitere wurde in Zusammenarbeit mit Agroscope definiert.

Links:
– Liebefeld Kulturen
– Agroscope

Spiel mit den RGB-Kurven

Wie man schnell und ohne viel Aufhebens einen „Hollywood Look“ in sein Video bringen kann:

http://www.premiumbeat.com/blog/cinematic-video-in-premiere/

Das ist natürlich nicht die hohe Kunst des Color Gradings, funktioniert auch nicht bei allen Videos und produziert äusserst zweifelhafte Resultate. Aber als ich das ausprobiert habe, habe ich angefangen mit den RGB-Kurven zu spielen. Und das ist genau das, was ich so wertvoll finde: das Experimentieren.

Fang einfach mal an und schau, was das Bild macht. Entwickle ein Gefühl für das Bild, für die Atmosphäre. In meinem Videokurs haben wir meistens keine Zeit für ein ausgedehntes Grading. Deshalb ist es wichtig, dass man an seinen Skills weiterarbeitet. Der kreative Videograf in dir muss gefüttert werden.

 

Mitarbeiter erklären Diction AG

Bildschirmfoto 2015-01-12 um 20.36.25

„Authentizität in der Kommunikation“ liest man an allen Enden und Ecken im Web. Es wird von Ehrlichkeit, Persönlichkeit und direkter Ansprache geschrieben. Ganz ehrlich: Ich habe meine liebe Mühe damit. Das ist als ob Ölfirmen von Ökologie sprechen würden –  man hört es immer und sieht es selten. Imagevideos sind leider meist nur das: Liftmusik, nichtssagende Bilder, hohle Phrasen und das Ganze in 6 Minuten (boooring…).

Ich wollte es immer anders machen. Ich wollte immer diese journalistische Haltung behalten in meinen Videos: zu zeigen statt zu produzieren. So wie damals im Projekt für die Bergheimat.

Es brauchte einen Roger Koch, CEO von der Diction AG, der diese Philosophie mittrug. So sind aus 21 Interviews am Schluss über 20 Videos entstanden, in denen die Mitarbeiter die Firma beschreiben, ihre Arbeit erklären, ihr Arbeitsumfeld beschreiben und Kunden über Diction sprechen.

Oben habe ich den Begriff „journalistische Haltung“ verwendet. Jeder Journalist würde die Wände hochgehen, wenn er das hört. Natürlich sind die Interviews geschnitten, natürlich habe ich Ähs und Hmms rausgenommen, habe auf den Schnittrhythmus geachtet, habe eine Musik dazu arrangiert, habe Aussagen verschnitten, natürlich ist der Zweck ein anderer. Aber ich habe die Aussagen nicht verdreht. Was man in den Videos hört und sieht ist so gemeint. Nichts ist vorgegeben, nichts ist vorher besprochen, nichts ist abgelesen oder auswendig gelernt. Ich bin überzeugt, dass man das merkt.

Man merkt, dass ich die Freiheit hatte, einfach draufloszufragen. Fragen, was mich im ersten Moment interessiert. Fragen, die dazu führten, dass ich die Arbeit der Übersetzer kennenlernen durfte. Ich durfte lernen, dass Übersetzer linguistische Schauspieler sind, dass es extreme Unterschiede in den arabischen Dialekten gibt und dass man in 65 Menschen gleichzeitig verliebt sein kann:

Übersetzer erklären ihre Arbeit

Mitarbeiter erklären Diction AG

Video für das Recruiting

 

Mehr Videos auf www.diction.ch…

Ich bin Roger Koch und der Diction AG wahnsinnig dankbar für diese Chance, so ein Projekt durchzuführen. Ich bin dankbar für das Vertrauen, die Freiheiten und für die Offenheit und für die vielen sympathischen Menschen, die ich kennenlernen durfte.

Showreel 2014

Auf meinen Blogs zum Thema Video treffe ich immer wieder auf völlig übertriebene Musik für irgend ein semiinteressantes Bild-Ton-Gemenge. Immer wieder denke ich: „schlechter Stil“.

Doch es gibt den Dämon in mir, der Teufel auf der Schulter, der immer dann flüstert: „Mach doch auch…“

Nun, entgegen allen Vorsätzen fürs 2015, stark zu bleiben, habe ich nachgegeben und eine Rückschau auf das Schaffen im 2014ni mit völlig übertrieben pathetischer Musik geschmückt.