Mitarbeiterinterviews für Imagefilm

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Videoquotes funktionieren bei ungeübten Darstellern nur, wenn sie etwas in ihren eigenen Worten sagen und wenn sie sich wohl fühlen. Wohl fühlen heisst: über die Gewöhnungsphase hinauskommen. Wenn Kameras auf einen Menschen gerichtet sind, das Licht blendet und jemand Fragen stellt, dann ist das eine aussergewöhnliche Situation. Erfahrungsgemäss braucht jemand 10 bis 45 Minuten, bis er die Kameras vergisst und ein „Gespräch“ entsteht, woraus man glaubhafte und gute Aussagen für den Imagefilm extrahieren kann. In meinem Verständnis ist der Interviewer verantwortlich für die Antworten seines Interviewpartners.

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Vorgehen Imagefilm Sefag

In diesem Fall erklären drei Verkaufsleiter der Sefag ihre Firma und ihre Haltung: Das ist etwas, was ich immer wieder machen darf. Ich nehme mir dafür viel Zeit. Ein Interview kann locker über eine Stunde dauern. Dabei filmen zwei Kameras, damit ich schneiden kann und das Bild während den Quotes dynamisch bleibt. Alle längeren Pausen und störende „Ähs“ und „Hms“ kommen weg und am Schluss wird aus 7 Stunden Filmmaterial ein Clip von eineinhalb Minuten:

Toll ist bei diesem Projekt: Das Video wurde ganz oben auf der Webseite der Firma platziert. Ich glaube, dass viele Videos ihre Wirkung nicht entfalten können, weil sie irgendwo in den verschachtelten Tiefen einer Webseite versteckt werden. Nicht so hier:

Imagefilm für die Sefag auf der Webseite

Nichts spielen

Ich bin der Meinung, dass dieser Imagefilm zeigt, was mir als potenzieller Kunde wichtig wäre: Ich sehe, wie die Mitarbeiter ihre Arbeit verstehen, ich sehe, wie engagiert sie sind und was für eine dezidierte Haltung sie haben. Ich merke, dass sie ihre Arbeit gerne machen. Niemand will mit gleichgültigen Lieferanten arbeiten. Der Imagefilm zeigt, wie die direkten Ansprechpartner denken. So ein Imageclip funktioniert aber nur, wenn sich die Firma so präsentieren möchte, wie sie ist.

Hier ist das Setting für das Interview in einem Kameraschwenk (8s):

Im letzten Blogartikel habe ich geschrieben, warum Video in der Kommunikation als strategisches Instrument verstanden werden sollte. Diesen Artikel jetzt lesen: Was ein Firmenvideo mit Zielen, Identität und Vision zu tun hat. Oder einfach schnell anhören:

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